BFSG: Business-Booster oder nur lästiges Muss?
„Schon wieder neue Vorschriften!“ mag der erste Gedanke vieler Unternehmer sein, wenn es um das Thema Barrierefreiheit geht. Doch halten Sie die Augen offen: Die Anpassung Ihrer Kommunikation an Leichte und einfache Sprache könnte Ihr versteckter Trumpf im Ärmel sein. Hier zerlegen wir gängige Mythen und zeigen, warum das Ignorieren dieser Chance mehr als nur eine verpasste Gelegenheit ist.
Das BFSG: Ab 2025 auch für Ihre Firma
Nicht mehr nur ein Thema für öffentliche Einrichtungen: Ab dem 28. Juni 2025 wird das Barrierefreiheitsstärkungsgesetz (BFSG) auch für privatwirtschaftliche Unternehmen verbindlich. Dieses Gesetz verpflichtet Firmen, ihre digitalen Schnittstellen – von Websites bis Apps – für alle nutzbar zu machen. Bedeutet das mehr Arbeit? Sicher. Bedeutet das auch eine Chance auf einen erweiterten Kundenkreis und verbesserte Nutzer-Erlebnisse? Definitiv!

Vielleicht haben auch Sie bislang angenommen, dass die neuen Vorschriften zur Barrierefreiheit an Ihrem Unternehmen vorbeigehen. Doch hier lohnt es sich, die Mythen und Fakten genauer zu betrachten.
Drei häufige Mythen entlarvt: Warum Barrierefreiheit Ihr nächster großer Schritt sein sollte
Mythos 1
Ein Fass ohne Boden: „Zu viel Aufwand, zu wenig Return!“ Ein häufiges Klagen, wenn es um die Einführung von Texten in Leichter Sprache geht. Der Gedanke an die Umstrukturierung vorhandener Inhalte und das Training der Mitarbeiter erscheint vielen als unüberwindbare Hürde.
Realitätsscheck: Ja, es kostet zunächst Zeit und Geld. Aber denken Sie größer! Die barrierefreie Aufbereitung Ihrer Inhalte erschließt neue Kundenschichten und verbessert die Nutzererfahrung – ein klarer Wettbewerbsvorteil.
Mythos 2
Nur für eine Handvoll Leute: „Das betrifft doch nur wenige!“ ist eine weitere Ausrede, die oft fällt. Viele glauben, dass Leichte Sprache nur für Menschen mit Behinderungen relevant ist.
Realitätsscheck: Falsch gedacht! Leichte Sprache spricht eine breite Masse an, darunter ältere Menschen, Nicht-Muttersprachler und alle, die Informationen schnell und unkompliziert erfassen wollen. Ihre Reichweite wird größer – und Ihre Marke zugänglicher.
Mythos 3
Verlust des professionellen Images: „Das klingt doch kindisch. Wer will das schon lesen?“ Ein weiterer Vorbehalt, den Unternehmer oft äußern, ist die Befürchtung, dass Texte in Leichter Sprache zu simpel oder gar infantil wirken und somit nicht ernst genommen werden. Manche befürchten, dass Leichte Sprache ihr Unternehmen unseriös wirken lässt.
Realitätsscheck: Leichte Sprache, professionell angewendet, bewahrt Fachlichkeit und vermittelt Informationen klar und direkt. Sie kann komplexe Inhalte verständlich machen, ohne die Seriosität zu untergraben. Unternehmen, die Leichte Sprache nutzen, zeigen, dass sie alle Kunden wertschätzen und deren Bedürfnisse ernst nehmen – ein klares Zeichen von Professionalität und Kundenorientierung.


Fazit:
Wer Barrieren baut, verliert Kunden!
Durch die Weigerung, barrierefreie Kommunikationsformen zu adaptieren, verpassen Unternehmen drei wesentliche Vorteile:
- Markterweiterung: Barrierefreie Texte erschließen neue Zielgruppen, die vorher außer Reichweite waren.
- Kundenbindung: Wenn sich Kunden verstanden und wertgeschätzt fühlen, bleiben sie treu.
- Rechtliche Compliance: Vermeiden Sie Bußgelder und Reputationsverlust durch frühzeitige Anpassung an gesetzliche Vorgaben.
Überlegen Sie, wie Sie durch barrierefreie Kommunikation Ihr Unternehmen zukunftsfähig gestalten können – wir stehen Ihnen dabei unterstützend zur Seite.
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